Zwischen Bergen aus Müll

Was passiert eigentlich wenn in einer Großstadt die Reinigungskräfte streiken? Keine Ahnung? Dann solltet Ihr umbedingt einmal in Amsterdam vorbei schauen.
Pünktlich zu Beginn der großen Befreiungsfestivals am 5. Mai fingen alle städtischen Reinigungskräfte an zu streiken. Die folgen waren bereits nach einem Tag deutlich zu sehen. Es begann Berge aus Abfall zu entstehen. Auf dem Neumarkt am ehemaligen Stadttor “De Waag” ist der Berg besonders groß. Direkt hinter dem Stadttor indem sich mitlerweile eine exquisietes Restaurant befindet, stinkt es erbärmlich. Die Strassen liegen voll mit Flaschen, Glasssplittern, Verpackungen, scharfen Gegenständen, Drogenresten und sonstigem Abfall der in einer Stadt mit 700.000 Einwohnern so anfällt.
Der Streik hat sich immerhin 1,5 Wochen hingezogen. Nun beginnt es sich langsam wieder zu normalisieren.
Te gek…

Ende der Fastenzeit

In diesem Jahr habe ich in der Fastenzeit zusammen mit zwei Mitbewohnerinnen auf Fleisch und Fisch verzichtet. Ich hatte im Vorhinein Gedacht, dass es schwierig sein werde Vegetarisch zu leben. Doch zu meiner Überraschung fiel es mir recht einfach darauf zu verzichten. Dadurch das drei von unseren sieben Hausbewohnern vegetarisch lebten während der Fastenzeit, wurde dieses fast immer beim Kochen berücksichtigt. Das machte die Aktion auch einfacher und zu einem Gruppenprojekt.
Kurz um ich hätte nicht gedacht, dass ich es könnte ohne Fleisch und Fisch zu leben, doch ich hab es geschafft. Allerdings im Sommer während der Grillsaison kein Fleisch und Fisch, dass wäre dann doch zu schwer für mich…

Kulturshock

Huch
Das hätte ich nicht gedacht. Immerhin habe ich in diesem Land für 10,5 Monate gewohnt. Aber trotzdem war es für mich ein Kulturschock zurück in die USA zu kommen.
Es verlief alles wie erwartet, Flugzeug pünktlich am JFK in New York City gelandet, durch die Einreisekontrolle durch, Koffer vom Band holen und mit dem nächsten Bus nach Manhattan. Dort im Hotel angekommen, nach einer Fahrt in einem “Yellow Cab”, sprich Taxi, habe ich meine Eltern und meine Schwester getroffen.

Zum Abendessen ging es in ein Fastfoodrestaurant, wo man sich die genaue Zusammenstellung seines Sandwiches selbst aussuchen darf. Soweit so gut. Spätestes bei der Getränkeauswahl, kam dann der Kulturschock. Wie groß hier “small” ist, traf mich wie ein Stein.

Auf in die Staaten

Heute fliege ich von Amsterdam über Island nach New York. Dort werde ich mit meinen Eltern und meiner Schwester einen kleinen Urlaub machen.

Ich freue mich schon darauf Williamsburg, die Wiege Amerikas zu entdecken, dort wurde die erste Siedlung in Amerika errichtet das so genannte Jamestown.

Von dort geht es zurück nach Hurricane, WV, wo ich meine Freunde und Gastfamilie von meinem USA Aufenthalt wiedersehen werde.

Midtermseminar

Die letzten 5 Tage waren wir zu unserem Midtermseminar mal wieder in dem kleinen abgelegenen Dorf De Glind bei Utrecht.
Dort entdeckten wir durch verschiedene Methoden unser Thema “Balance” von unterschiedlichen Seiten.

Höhepunkt war ein Besuch eines ökumenischen Gottesdienstes am Sonntag mit anschließendem Besuch in Gastfamilien. Familien der Gemeinde leiden uns in zweier Gruppen ein einen Einblick in eine niederländische Familie zu erhalten. Meine Familie war sehr interessiert und offen, so dass ich einen sehr persönlichen und prägenden Einblick erhielt.

Neues Layout

Ich habe meinen Blog verändert.

Das alte Layout stellte sich als nicht praktikabel heraus.  Nun benutze ich Wortpress und beschränke mich auf ein simples Bloglayout, damit das wesentliche schneller sichtbar ist.

Wetter

Ich bin ja durch aus schon einige Male in den Niederlanden gewesen. Dabei habe ich auch so einiges übers Wetter gelernt. Jedoch lernt man nie aus…
Das Wetter der letzten Woche war echt zum kotzen. Regen, Gewitter und wieder Regen. Nachdem das Tiefdruckgebiet entlich durchgezogen war, strahlender Sonnenschein. Es wirkte wie eine Schalterbetätigung.
Zu dem ganzen Regen war es morgens wärmer als abends. Wie gesagt alles sehr sehr komisch.

Zum Glück ist das Wetter an diesem Wochenende wieder schön und man kann etwas draussen machen.

Meine Arbeitswoche

Nachdem wir in den ersten Wochen hier in Amsterdam uns die verschiedenen Projekte angeguckt haben, haben wir letzten Mittwoch unsere Projekte ausgewählt und bestätigt.

Montagsmorgens: Seemannsmission

In der (niederländischen) Seemannsmission werde ich Hochseeschiffe mit dem Fahrrad besuchen. Dort mit den Seeleuten sprechen und versuchen sie in die Angebote der Seemannsmission zu integrieren.

Dienstag: Hospiz Kuria

Am Dienstag werde ich in einem Hospiz arbeiten. Zunächst werde ich dort mit dem Einaufen, dem Essen kochen und dem Sauber machen helfen. Mit der Zeit kann ich nach meinen eigenen Fähigkeiten auch mehr Kontakt zu den Bewohnern haben.

Mittwoch: Arbeit mit Behinderten – AMSTA

Mittwoch arbeite ich in einem Wohnheim für körperlich und/oder geistig behinderte Menschen. Meine Aufgaben dort sind noch nicht so klar. Auch hier braucht es Zeit Kontakt zu den Bewohnern aufzubauen.

Donnerstag und Montagnachmittag: Obdachlosencenter – De Kloof

Dieses ist mein “Hauptprojekt”. Hier werde ich die meisten Arbeitsstunden meiner Woche verbringen. In De Kloof gibt es eine Mahlzeit, einen Partyservice, Duschen, eine Möglichkeit zum Sachen waschen und viel Kaffee und Tee. Ich werde mal dieses mal jenes machen.

Sonntagnachmittag: Gottesdienst für Obdachlose und Drogenabhängige

Jeden Sonntag gibt es einen Gottesdienst in einer kleinen Kirche im Rot Licht Viertel für Obdachlose und Drogenabhängige. Während des Gottesdienst gibt es immer eine Diskussion, an der sich die Besucher lebhaftig beteiligen. Meine Aufgabe wird es sein beim Auf- und Abbauen zu helfen, Kaffee, Tee und Brote zu verteilen und einfach nur da zu sein.

Zwischendurch: Blickveld

Zwischendurch muss auch noch einiges für Blickveld, der Jugendabteilung der Protestantischen Kirche getan werden, wie Events organisieren oder Berichte schreiben.

Freitag und Samstag: FREI

Da ich meine 30 Stunden Arbeit pro Woche von Sonntag bis Donnerstag untergebracht habe, habe ich Freitag und Samstag frei, was natürlich super ist, um auch mal andere Dinge zu tun.

Kaffee

Nun in den Niederlanden ist es üblich ständig Kaffee oder Tee zu trinken. So schafft man es schnell mal auf 8 bis 10 Tassen am Tag. Ein Niederländer hat mir letztens erzählt, er hat versucht in der Fastenzeit auf Kaffee zu verzichten. Er musst nach einer Woche wegen starken Krämpfen und Entzugsentscheinungen aufgeben und weiter Kaffee trinken, damit es ihm wieder besser ging.

Let op!